










Vor wenigen Wochen lebte Enno noch bei einer Familie. Ein Zuhause war es vielleicht auf dem Papier – aber ein gutes Zuhause war es ganz sicher nicht.
Die rumänische Tierpolizei wurde zu einem furchtbaren Fall gerufen. Insgesamt sieben Hunde lebten dort unter katastrophalen Bedingungen. Die Tiere waren krank, vernachlässigt oder verletzt. Wie es zu diesen Zuständen kommen konnte und was genau dort über längere Zeit passiert ist, wissen wir nicht. Aber als die Tierpolizei eingriff, war klar: Diese Hunde mussten dort weg.
Einer von ihnen war Enno – etwa drei Jahre alt, ca. 45 cm groß und mit einem völlig zerschmetterten Bein.
Wie Enno zu dieser schweren Verletzung gekommen ist, wissen wir nicht. Sein Bein war jedoch so schlimm zerstört, dass es keine Möglichkeit mehr gab, es zu retten.
Die Tierpolizei beschlagnahmte alle sieben Hunde und brachte sie in das öffentliche Tierheim von Botoșani. Sicherlich kein Ort, den man sich für einen Hund wünscht – aber in diesem Moment gab es keine andere Möglichkeit. Im Public Shelter leben bereits über 800 Hunde.
Enno wurde sofort von der Tierärztin vor Ort versorgt. Sein Bein musste amputiert werden.
Die Operation hat er gut überstanden und momentan darf Enno noch auf der Krankenstation bleiben. Dort kann er sich von der Operation erholen und wird weiter versorgt. Aber dieser Platz ist nur vorübergehend. Die Krankenstation ist klein und ständig kommen neue kranke, verletzte oder frisch operierte Hunde nach. Sobald Enno stabil genug ist, muss er seinen Platz für den nächsten Notfall freimachen.
Und dann wartet irgendein Zwinger auf ihn.
Irgendein Zwinger zwischen über 800 Hunden. Lärm, Unruhe, Enge – und mittendrin Enno auf seinen drei Beinen.
Genau davor haben wir solche Angst.
Denn Enno ist kein Hund, der sich nach vorne drängt. Er ist ein unglaublich lieber, sanfter Kerl. Er hat während der ganzen Zeit alles geduldig mit sich machen lassen – die Untersuchungen, die Operation, die Behandlungen und die Wundversorgung.
Und etwas an seinem Verhalten macht uns besonders traurig. Enno ist sehr vorsichtig, beinahe unterwürfig. Er scheint ständig darauf bedacht zu sein, bloß nichts falsch zu machen. Als hätte er gelernt, dass es besser ist, still zu sein, sich anzupassen und immer genau aufzupassen.
Wir wissen nicht, was er in seinem bisherigen Leben alles erlebt hat. Wir wissen nicht, ob und wie er bestraft wurde. Das möchten wir ihm auch nicht andichten. Aber wir sehen den Hund, der heute vor uns steht: einen sanften Kerl, der immer wieder zu fragen scheint, ob das, was er gerade tut, auch wirklich in Ordnung ist.
Und genau dieser Enno soll jetzt endlich lernen dürfen, dass er gar nichts mehr richtig machen muss. Dass eine Hand freundlich sein kann. Dass niemand böse wird. Dass er schlafen kann, ohne aufpassen zu müssen. Dass er dazugehören darf.
Dass Zuhause auch etwas ganz anderes bedeuten kann.
Enno ist erst ungefähr drei Jahre alt. Er hat ein Bein verloren, aber er hat noch ein ganzes Leben vor sich. Drei Beine machen ihn nicht zu einem halben Hund. Was ihm wirklich fehlt, ist etwas ganz anderes:
Ein Mensch, der ihn sieht und ihm endlich Sicherheit schenkt.
Bitte helft uns, diesen Menschen zu finden. Teilt Enno, erzählt von ihm und zeigt ihn weiter.
Wir möchten nicht erleben müssen, wie dieser sanfte Kerl nach allem, was hinter ihm liegt, auf drei Beinen in irgendeinem Zwinger des Public Shelters verschwindet. Enno soll nach Hause.Enno ist mehrfach geimpft, entwurmt, er ist kastriert, gechipt und natürlich im Besitz eines EU-Ausweises. Vor Ausreise wird ein Snap-D4-Test durchgeführt.
———————————————Vermittlung:
Kontakt: andrea.mischustov@nefkom.net
Enno wird über die Tiernothilfe Casa Katharina e.V. vermittelt – mit Vorkontrolle und Schutzvertrag.Der Verein verfügt selbstverständlich über den §11 (Tierschutzgesetz).
Auch nach der Adoption stehen wir euch weiterhin unterstützend zur Seite – für Mensch und Tier.
Enno reist, sobald er adoptiert ist, nach Deutschland und kommt in 91278 Pottenstein an, wo er auch abgeholt werden muss.
Dort steht ein gesichertes Gelände zur Verfügung.
Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir keine Ausstiege an Parkplätzen möchten und wir Euch gerne mit Eurem neuen Freund persönlich zusammenführen möchten